Willkommen

18.5.

Annaquarium ... ;-)

15.5.

WDR 5, ein Gedicht, unterwegs im Radio ... von Ales Steger.

10.5.

1987 , auf den Tag ....

Bis heute hat das damalige Buchgeschenk einen Ehrenplatz in meinem Regal - inklusive der freundlich-ironischen & augenzwinkernden Widmung von Pfr. Ludwig Gründer, einem der beiden Gemeindepfarrer damals ...

Er war als reformiert Geprägter wohl eher belustigt, dass  der "Herr Vikar" sich ausgerechnet am Geburtstag Karl Barths (10.5.1886) ein Buch des liberalen Paul Tillich als Geschenk gewünscht hat  ;-))) ...

... und mit vielen guten Erinnerungen & Dankbarkeit an meinen Vikariatsmentor, Pfr.z.A. -Begleiter (1985-88) & Meditationslehrer Pfr. Manfred Rompf, dem ich schon seit Ende der 70er meinen Zugang zu Kontemplation & ZaZen verdanke!

 

Grüße an dieser Stelle, wenn Du es hier liest! :-)

7.5.

Ein Guten-Morgen-Gruß aus dem "Home-Office" ... in der mittlerweile 8. Woche der Beschränkungen, mit viel Kommunikation & Organisation, Video-Konferenzen & logistischen überlegungen und Abstimmungen -  im Übergang zur nächsten Phase möglicher Öffnungen und Lockerungen. Vleles geht gerade hin & her, vieles bleibt unklar, hier und da aber passieren gerade Weichenstellungen für das Weitere - auch in unserer Gemeinde, unserem Kirchenkreis, unseren Gremien.

Wie auch immer IHR gerade unterwegs seid: Weiterhin guten Mut &  Zuversicht und - wo nötig - Geduld! Denn "Schnellschüsse" helfen zur Zeit sicher nicht, und manche Vorstellungen von einer baldigen "Rückkehr in die Normalität" sind sicher verständlich, aber 'Out of Reality'  ...

...

3.5.

"Umbruchzeiten sind schwierige Zeiten. Die Welt gerät aus den Fugen. Das macht Angst ... Umbruchzeiten sind aber auch kreatve Zeiten: Es ist nicht mehr möglich, im alten Trott weiterzumachen ... Dass Krisen auch ein schöpferisches Element innewohnt, zeigt die Geschichte des eigenen Lebens ebenso wie die Geschichte der Menschheit." (Lorenz Marti) > Lesegerade

.....

Vor ein paar Monaten habe ich diese kleine, surreale Kurzgeschichte geschrieben. Merkwürdig, wie sie gerade - auf andere Art und im uns gegebenen Kontext - nochmal 'rüberkommt' ...

FALL OUT

Es ging alles sehr schnell.

Die Bombe fiel, zündete, entfaltete ihre ungeheure Kraft in Sekunden, die Druckwellen breiteten sich aus, der Pilz stieg nach oben und quoll auf, als mächtiges

Wolkengebilde, wie ein riesiger Blumenkohl über allem.

Gleissendes Licht.

Was folgte, in den Minuten danach, war der Fall Out, der sich über alles legte, alles mitnahm, alles durchdrang.

Das Unvorstellbare war eingetreten, passiert.

 

Nichts war mehr wie zuvor.

Alles stürzte ein, was zuvor imposant und fest und unverrückbar war, bis eben noch.

Lebensräume krachten zusammen.

Vernunft und Erbarmen machte sich breit, schlagartig, unaufhalt- sam und nichts und niemanden auslassend.

Einsicht, tiefe Einsicht, durchbrach auch die härtesten Mauern und Wände.

Erleuchtung durchdrang alles.

Klarsicht drang in alle Gehirne.

Erbarmen in alle Herzen.

Eine ganz andere, überirdische, und doch ganz geerdete Art von Frieden legte sich auf ihre Seelen.

 

Aus Trümmern stiegen sie.

Schauten, wie neugeboren, ins Licht, dass sie blendete und gleissend alles überstrahlte.

Glück und Lachen trat auf ihre Gesichter.

Wie Neugeborene, deren Leben gerade erst begonnen hatte, strahlten sie.

Sie öffneten sich, streckten sich empfangend, diesem unvergleichlichen Licht über ihren Köpfen entgegen.

 

Es war also passiert, das Unvorstellbare.

Die Auswirkungen waren nicht absehbar, würden ausstrahlen auf alles, was - von diesem Augenblick, diesen Minuten, dieser Stunde an - auf Generationen hin

noch folgen sollte.

Unumkehrbar.

 

Nur die in den verbunkerten Schaltzentralen, an den Hebeln der Macht, die vermeintlichen Weltenlenker, Knopfdrücker, Strategen, Betonköpfe im meterdicken

Beton steckend, tief unter der Erde, umgeben von Schalltafeln und Monitoren - sie blieben geschützt, abgeschirmt, unbetroffen, nicht ahnend, was da oben

gerade zum Einsturz gekommen war.

 

Wie lange würde der gebunkerte Lebensvorrat in ihren kilometerlangen, unterirdischen Gängen wohl reichen – Nahrung, Wasser, Medizin.

Was stellten sie sich vor, wenn sie von dieser Stunde „Null“ an in die Zukunft blickten?

In die Zukunft auf diesem Planeten, in die Zukunft einer möglichen Zivilation, die bis eben noch, dem Untergang geweiht war?

Wann, wo und wie würden sie herauskommen aus ihren unterirdischen Bunkern?

Und was würden sie vorfinden, nach diesem „Fall Out“?

....

 

Weitere Kurzgeschichten gerne unter > Short Stories

 

1.5.

...

Grüße zum Vormittag, an diesem 1. Mai ... und 'bitte, bitte': Weiterhin Geduld, Solidarität, Liebe, ein bisschen Humor & das Beste draus machen in diesen Wochen!  --- "Am Ende wird alles gut, und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende!" (John Lennon) ... und hier mein Stimmungserheller an diesem ersten Morgen im Monat Mai mit Euch geteilt unter Fundstück :-)

28.4.

GEDANKEN AUS DEM OBERSTÜBCHEN ...

Ein Virus geht um, vor dem wir uns schützen müssen.

Und damit meine ich nicht Covid 19, sondern die ansteckende Seuche der sich zunehmend ausbreitenden Verschwörungstheorien.

 

Nicht aufsetzen!“ rief mir ein Mann entgegen, als ich gerade dabei war, mir draußen meine Maske umzubinden, bevor ich ins

Geschäft ging.

Und im Weitergehen rief er verächtlich: „Werdet alle wach! Versteht Ihr: Wach werden! ALLE!“

 

Es gab kein Gespräch, alles passierte ja im Vorbeigehen.

Aber ich bin sicher, dass hinter der Aufforderung, sich den Schutzmaßnahmen kollektiv zu verweigern, nicht nur der Frust und die

Überforderung eines Einzelnen steckte, sondern irgendeine Verschwörungstheorie, die uns alle als Opfer finsterer Machenschaften

und einer großen Lüge betrachtet.

 

Wer danach sucht, wird im Internet schnell fündig.

Denn da geht es munter hin und her.

Corona als Biowaffe, wahlweise von China, Russland, den USA oder sonstwem in die Welt gesetzt.

Die Pharmaindustrie, Bill Gates oder mal wieder die die jüdische Verschwörung?

Vielleicht sollen, vermummt und mit der verordneten Unkenntlichkeit, gezielt Migrantenströme nach Sachsen gelenkt werden.

Oder es ist die 5-G-Einführung im Mobilfunk, die uns von den Dächern aus verseucht.

Und – ja, der kranken Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! - missbrauchte Kinder werden gerade aus finsteren Verließen und aus

pädophilen Netzwerken befreit und im medizinischen Großeinsatz mit Atemgeräten, auf Schiffen und in Krankenhäusern versorgt …

 

Letzteres hat mit Corona zwar nix mehr zu tun, vermischt sich aber munter mit anderen Absurditäten.

Und selbst wenn solch ein Quatsch nur Klamauk aus dem Delirium ist, so beharren manche Aufklärer gerade darauf, dass es nur

logisch und vernünftig ist, eins und eins zusammenzuzählen, und die Corona-Pandemie als große Täuschung und Irreführung zu

entlarven …

 

Wobei es auch die esoterische Variante gibt, die gerade den Kampf zwischen Gut und Böse, Licht und Finsternis, kurz vor der

kollektiven Schwelle zum Erleuchtungszeitalter gekommen sieht.

Oder die christlich-apokalyptische Variante, dass die Endzeit nun endlich da ist und wir alle im frommen Countdown, vor der

Entrückung der Erwählten und dem Gericht Gottes über den Rest der Welt , gefangen sind.

 

Der Zyniker in mir sagt: Zur Zeit können wir den Menschen nicht hinter die Gesichtsmasken schauen. Würden wir noch tiefer in ihre

Köpfe und Gehirne schauen, die da auf der Straße an uns vorbeilaufen oder an Türen und Kassen in der Warteschlange stehen – wir

könnten wohl irre werden an dem, was da geistert und spukt an Erklärungs- und Veschwörungsgedanken!

 

Bei all diesem Rummel ist es wohl gut, wenn wir als Christen, in unserem kirchlichen Kontext und in der derzeit eingeschränkten,

gemeindlichen Kommunikation, unseren Verstand als gute Gabe Gottes bewahren und benutzen.

Es mag ja mancher sein Kapital draus schlagen, was gerade passiert, und eine globale Krise zu seinem Vorteil nutzen wollen.

Aber eine Pandemie taugt nicht zum Spielplatz für verwirrte Geister oder zur Einladung in eine pseudo-aufklärerische Geisterbahn.

Sie zeigt uns schlicht, wo unsere Grenzen sind.

Wo unsere Allmachtsphantasien zu Ende sind.

Wo die Natur sich wehrt und andere Wege geht.

Und wo nun Verstand und Vernunft gefordert sind, um helfend und heilend unterwegs zu sein.

Ja, dann auch mit Klugheit zu hinterfragen, was an unserer Lebens- & Weltgestaltung zu ändern ist.

 

Im biblischen Sirach-Buch – das zu den Apokryphen zählt, der Gattung außerkanonischer Bücher, die auch Luther als nützlich zu

lesen empfohlen hat – heißt es jedenfalls in Kapitel 17:

Gott, der Herr, hat den Menschen geschaffen … er gab ihm den Gebrauch der fünf Sinne und als sechstes gab er ihm den Verstand

und Vernunft!“

 

In diesem Sinne:

Bleiben Sie, bleiben wir bitte gesund – auch im oberen Bereich unserer derzeitig maskierten Köpfe!

 

26.4.

... die Einen macht's müüüüde, die Anderen werden schon in den Startlöchern munter ...

Wie immer Ihr unterwegs seid: Bleibt behütet - und seid weiterhin beutsam auch im Umgang mit Anderen !!!  Nichts wird besser, wenn wir nun ungeduldig drauf drängen, "zur Normalität zurückzukehren" - zumindest was (die Abstandsregeln ignorierend) den Freizeit-, Konsum - und Vergnügungsbereich betrifft.


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