16.5.
Eigene Lebenverortungen und Lebenswahrnehmungen relativieren sich hier & da sehr ... z.B. beim Blick auf diese alte Lithografie (anno 1836), die "meine" Kirche (von 1990-2034) zeigt, in der ich Pfarrer sein, predigen, Gemeinde mitgestalten und leben durfte, inclusive der Neugestaltung des Innenraums (2004) --- wie klein (aber damit nicht unbedeutend) erscheint einem das eigene Leben & Wirken, wenn man sich phantasiemäßig um fast zwei Jahrhunderte zurückbeamt in die Lebenswelt und die Lebensorte der Menschen damals (und der Generationen danach) .... Kirche (noch nicht kriegszerstört) und ein Gemeindehaus erkenne ich wieder, unser Pfarrhaus existierte noch nicht ....

...
Ganz im "HIER, JETZT & WIE" (ein Wahrnehmungs-Motiv der "Gestalt-Therapie") und im eigenen Leben aber bin ich, mit der heute überraschend schnellen Buchlieferung:

Ein Geschenk unserer Kinder - ein von mir selbstgeschriebenes, nun gedrucktes und gebundenes Buch (als privates "Unikat") mit Lebenserinnerungen, Erlebnissen, Gedanken & Impressionen, dazu meine Abschiedspredigt am 26.5.24 in der Unterbarmer Hauptkirche.
Es hat mir soviel Freude gemacht, es zu schreiben und auf den Weg zu bringen - D A N K E !!!
14.5.

cor
Der morgendliche Blick aus dem Fenster und der Wetterbericht (schon gestern) zeigen einen verregneten Himmelfahrtstag - schade, denn viele Gottesdienste sind heute eigentlich "unter freiem Himmel" geplant ...
In meiner Weigle Haus - Jugendzeit war dieser Tag immer mit einem großen und beeindruckenden "Welt-Missions-Fest" im Essener Saalbau verbunden, den ich in guter Erinnerung habe.
Oft habe ich selbst zu Himmelfahrt gepredigt - würde ich dies heute tun, nähme ich meine kleine Karikatur als Predigt-Einstieg - um mit einem Schmunzeln zu beginnen, aber dann ernsthaft den Bezug zum "Vater(tag)" theologisch zu benennen.
Wie auch immer Ihr (an diesem für Viele "langen Wochenende") "irdisch unterwegs" seid - bleibt behütet auf Euren Wegen, vergesst heute den Regenschirm nicht, schaut gut, wo Ihr hintretet --- und behaltet in Allem den getrosten Blick "gen Himmel" :-)
10.5.

Auf den Tag, vor nun 39 Jahren ... noch heute schmunzle ich über die gestelzt-freundliche Formulierung von Ludwig Gründer (Pfr, +), ich blieb damals noch zur sog. "Hilfsdienstzeit in Kupferdreh - gerne und mit guten Erinnerungen.
Eine kleine, theologische Kuriosität : Ein (von mir gewünschtes) Buchgeschenk von Paul Tillich, zu meiner Ordination - exakt am 10. Mai, dem Geburtstag Karl Barths (+1886) und mir überreicht von einem Pfarrer der Gemeinde, der sehr "barthianisch" unterwegs war und "den Tillich" sicher nicht mit theologischem Einverständnis signiert hat ;-))
Wie auch immer > Lese gerade
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Ein Nachtrag noch zum 8. Mai (Kapitulation der dt. Wehrmacht und Ende des 2. Weltkriegs): Wie weit wir in unserem Land mit der AfD mittlerweile (wieder) gekommen sind, mit ihrer Propaganda und der breiten, gewachsenen Zustimmung in der Bevölkerung, das zeigen ihre Internet-VÖs, die diesen Tag als "Niederlage für unser Land" betrachten, als "Schmach für Deutschland", als beschämende "Erniedrigung unseres Vaterlandes" ... !!!
Das Ende der Nazi-Herrschaft, das Ende der Heil-Hitler-Weltherrschaftsideologie, der von Deutschland begonnene und über die Welt gebrachte Krieg, all die Zerstörung und das Leid, das dieser Krieg über andere Länder gebracht hat, die Shoah und Judenvernichtung ... All das verkehrt und pervertiert sich schamlos und berechnend zu einer Weh-Klage und einem Gedenken an das, was die Deutschen nun "erdulden" mussten und unser Land in der Folge zu tragen hatte ....

Pfui!, meine ausdrückliche Empörung und mein Entsetzen - auch darüber, dass ich lese und wahrnehme, wieviel Einverständnis und Zustimmung diese schamlose Umkehrung und Sichtweise tatsächlich bei Vielen (wieder) findet!!!
8.5.
Ein Griff ins Regal.
Viele Bücher habe ich vor unserem Umzug weggegeben, aber immer noch genügend behalten ... Manche Bücher kann ich zeitlich und örtlich nicht mehr zuordnen, manche haben aber auch einen Vermerk, der mich sofort wieder dahin bringt, wo ich beim Kauf gewesen bin ... (Zwischenstop beim Rückflug aus Sumatra/Indonesien) ;-)
5.5.
Habe ich schon deutlich gemacht, dass ich JEDEN MORGEN den nach-beruflichen "Ruhestand" SEHR genieße??? ;-)

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Nicht nur geografisch (wieder verortet in unserer Heimatstadt), auch im Herzen erlebe ich gerade nocheinmal eine erneute Nähe zu meiner frühen Beheimatung als Jugendlicher in den 70ern ... Wie immer meine Wege (lebens- und glaubensmäßig, theologisch und beruflich) dann weiter (und divergent) gegangen sind: Im "WH" fing alles an - und ich bleibe dankbar.

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2002 & 2014 waren wir - beide Male um diese Zeit - für je zwei Wochen im BIG APPLE ... Daran denke ich in diesen Tagen erneut, mit bleibenden Impressionen bis heute - und in bleibender Verbundenheit mit Ulf & Peter (beide + R.I.P.) :) > NY 1.0 & NY 2.0

1.5.
Freundliche Grüße & gute Wünsche zum sonnigen 1. Mai - Wochenende ... die *balkonesische Saison* darf beginnen :)


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Über ein Jahr habe ich nun an einem Buch geschrieben, das unsere Kinder mir - als einmaliges Print-Angebot und zur Selbstgestaltung - geschenkt haben.
Zur Zeit bin ich dabei, es zum Druck zu geben. Auf 140 Seiten habe ich biografische Aufzeichnungen, Lebenserinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen gesammelt, dazu Gedanken und Notizen, ein paar kunterbunte "lyrische Anwandlungen" und fünf selbstgeschriebene Kurzgeschichten ...
"Hier, Jetzt & Wie" ist titelgebend ein Leitmotiv der Gestalt-Therapie, "Unterwegs ... Im Woher & Wohin" fiel mir zu dem Foto ein, das ich vor ein paar Jahren am Strand unserer Urlaubsinsel Ameland geknipst habe.

Es wird ein komisches Gefühl sein, in den kommenden Tagen mit einem "Absendeknopf" das Ganze abzuschließen und dann auf den Weg zu bringen ....
"MY BOOK" ;-) ---- Bin gespannt und erfüllt.
23.4.
Das Staunen (griechisch thaumazein) ist für Platon wie für Aristoteles der Anfang aller Philosophie ... Zwischen dem christlichen Osterfest und dem anstehenden "Himmelfahrtstag" (40 Tage nach Ostern), empfinde ich gerade, dass das "Staunen" eine Tür ist, auch nocheinmal verwundert und auf's Neue nach diesem JESUS zu fragen ... Danach, WER er denn nun war, ist und bleibt, von dem die Evangelien bis heute "im Echo" erzählen , berichten und ihn als den CHRISTUS bezeugen? ... Wo und wie ist uns das Staunen über ihn - auch als Anfang des Glaubens - abhanden gekommen???
