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UNTERWEGS NOTIERT ...

 

"Manchmal kommt MUT nicht daher wie ein brüllender Löwe, sondern er ist die leise Stimme, die sagt: 'Dann probiere ich es morgen nocheinmal!'"

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Zur Zeit läuft die Fußball-WM der Frauen ... und das Thema "Frauenfußball" wird von den Herren der (Fußball-)Welt fachmännisch diskutiert und analysiert ;-)) ... Mir kommt es vor, wie in der Welt der Musik: Da gibt es die eingefleischten Klassik-Liebhaber, die alles, was darunter ist, abtun als 'unter ihrem Niveau', und als etwas, was sie sich 'nicht antun' und 'nicht brauchen'. Dann gibt es die "Gönner", die großzügig zugestehen, dass es da durchaus auch 'das ein oder andere' gibt, was 'hörbar und akzeptabel' ist . Und es gibt die Entspannten, die schlichtweg sagen: "Ich bin Klassik-Fan - und genieße ebenso das Eintauchen in die Welt von Pop, Rock usw.!" So einfach ... In diesem Sinne: Anpfiff! :-)

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Müssen wir in diesen Zeiten erst Großeltern werden und unsere Enkelkinder anschauen, um zu kapieren, was für eine apokalyptische Welt wir denen hinterlassen, die  perspektivisch, als zur Zeit erst Laufen- und Sprechen-Lernende, noch viele  Jahrzehnte ihres Lebens VOR SICH haben??? !!!

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"Du Ewige Liebe ... Es ist eine große Erleichterung, sich daran zu erinnern, dass DU mehr an MICH glaubst, als ich an Dich  oder mich!" Pete Greig

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Überschrift in der SZ: "Künstliche Intelligenz kann keine Empathie!" ;-)

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Wer welche Musik 'warum und warum nicht' gerne hört, ist ein weites, komplexes Thema. Einerseits gibt es sicher Kriterien, ob etwas handwerklich gut oder nicht gut gemacht ist, ob Herz & Seele drinsteckt, in welchem Kontext eine entstandene, dargebrachte und gehörte/erlebte Musik steht, was sie 'bedienen' oder provozieren will (und ob ihr das gelingt) ... Eine üble Zunft begegnet uns aber immer wieder im Bereich der "Musik-Kritiker", deren Broterwerb darin liegt, ihre Ergüsse der Beurteilungen unters Volk zu bringen. Dabei stören mich als Leser nicht kritische Beurteilungen & naturgegebene Subjektivitäten, sondern aufgeblasene Rezensenten, die spürbar ihren 'Hass', ihre vermeintlichen Besserwissereien, ihre Launen veröffentlichen und zelebrieren, und die spürbar und bis zum Abwinken selbstverliebt sind in ihre Sprachakrobatik und süffisanten Formulierungen ... So geht's mir gerade mit einer Rezension in der ZEIT über die Gruppe "Mumford & Sons". In der Leser-Reaktion gibt es z.T. schenkelklopfende Reaktionen ("Selten so gelacht!") ... Ich habe nur herausgelesen, dass der Rezensent sie nicht mag. Darf er. Aber ein Mindestmaß an Fairness, Respekt und sachlich-begründetem Urteil sollte schon sein. Wenn's dazu nicht reicht, darf man's auch einfach mal lassen.

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Ich lese in dem Roman "Und Nietzsche weinte" von Irvin D. Yalom: " ... Breuer versuchte, den Gedanken an den Tod zu vertreiben. Er sagte sich seinen Lieblingsspruch her, einen Satz des Lukrez: 'Der Tod geht uns nichts an; solange wir existieren, ist der Tod nicht da, und wenn der Tod da ist, existieren wir nicht mehr' ..." --- Dieser Satz kommt mir vor wie das "Pfeifen im Walde" oder wie ein Feuerwerksknaller, der in den Himmel schießt, ein kurzes "Aaah" und "Ohooo" mit seinem Leuchten bewirkt, aber dann sofort und schnell auf dunklem Hintergrund verglüht: Denn erstens geht uns der Tod sehr wohl etwas an, wo immer links und rechts von uns gestorben wird, sei es, dass er uns die Geliebten wie ein Dieb wegnimmt, sei es, dass wir an vilen Stellen selbst verantwortlich dafür sind, Andere vom Tod zu bewahren; zweitens ist der Tod augenblicklich in jedem Leben, zu Lebzeiten schon,  präsent in allen physischen und seelischen Prozessen, jedem Altern und Loslassen-Müssen, ja in der Natur selbst, die "der Vergänglichkeit unterworfen ist" (Paulus); und drittens ist es wohl weniger der Tod "an sich", der quält, sondern der Gedanke oder die Erfahrung des Sterbens, der Prozess und die Tatsache des Übergangs & Loslassens des eigenen "Ich" ... Mich würde interessieren, wie Lukrez selber seinen vermeintlich klugen Satz über die finale Ziel-Linie gebracht hat. Und halte mich eher daran fest, im Leben, Sterben und darüber hinaus von Gott in Liebe getragen & umfangen zu sein - und Tod & Sterben nicht vermeintlich klug & ignorant begegnen zu müssen.

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"Beginnen eigentlich alle Märchen mit dem Satz: 'Es war einmal ..?'" - "Nein, manche Märchen beginnen mit: 'Wenn Ihr mich wählt, dann ...!'"

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Marcel Reif findet eine schöne Formulierung zu zehn Jahren Vereinsleitung von Hoeneß/Rummenigge beim F.C. Bayern: "Sie sind unterschiedlich gestrickt, haben auf ihre Art gemeinsam gegeneinander sehr viel Gutes hingekriegt .." ;-))) ... Garnicht auszudenken, was wohl gewesen wäre, wenn sie es gemeinsam miteinander versucht hätten ...

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Gestern  das wunderbare Erleben eines Rock-Konzerts in einer großen, fast ausverkauften, dampfend-explodierenden oder auch andächtigen Halle und Menschenmasse. Ein schönes Vater-Tochter-Erleben  in der Lanxess-Arena in Köln mit "Mumford and Sons" ... Für drei Stunden eintauchen in ein Publikum, das halb so alt ist wie ich. Das heißt: Um mich herum, im Innenraum, stehend. - Beim Blick in die gefüllten Ränge mit den Sitzplätzen steigt der Altersdurchschnitt dann  doch hier und da nach oben ... "Geht es für Dich in Ordnung, das ganze Konzert über, nur ein Stehplatz?" fragt die Tochter vorweg besorgt. Ich kontere lässig mit dem Hinweis, dass ich den letzten Test auch gut durchgehalten habe - bei Bob Dylan, als 'alter Mann' unter ebensolchen. Auch Dylan - mittlerweile 77 Jahre - hat es durchgehalten. Allerdings sitzt er mittlerweile die meiste Zeit am Flügel ...

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"Mancher kann seine eigenen Ketten nicht lösen, und doch ist dem Freunde ein Erlöser" - Friedrich Nietzsche 'Also sprach Zarathustra

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HÖREN … Ein 'Paradigma', das so vielfältig ist. Joachim Ernst Behrendt hat sich diesem Thema ausgiebig gewidmet, in unser visuell-dominierten Welt und Lebenswahrnehmung  … Worauf HÖRE ich, HÖREN wir? … Was tut sich uns auf, wenn wir nicht bei dem Offen-Sichtlichen oder beim Durch-Denken beginnen, sondern DEN WEG DES HÖRENS - bestenfalls mit dem Herzen -  gehen? … Was gibt es zu hören, nach innen und nach außen, zwischen uns, in unseren Verhältnissetzungen? … „Die Welt ist Klang' … Vom eigenen und fremden Herzschlag bis ins Universum ...  Und viielleicht: Ein 'hörender' Gott, ein 'Ohr', eine göttliche Resonanz und Empfänglichkeit!?

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Telefonat mit meinem Vater. Er wird im August 89. Ich bin so froh, dass er sich geistig & emotional (bei allen schwierigen Tagen) so tapfer hält! … Als ich von meinen Terminen rede, sagt er: „Du bist ja auch nicht mehr der Jüngste! Du musst aber jetzt auch mal kürzer treten!“ :-)

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Wenn es stimmt, dass uns mit dem Leben eine Verheißung eingepflanzt, ein Impetus und eine Hoffnung auf Lebenserfüllung mitgegeben ist, dann ist es nur natürlich, dass wir mit dem tatsächlichen Leben und seinen Dramen, Tragödien & Infragestellungen nicht im Reinen sein können. Deshalb gewinnt der Glaube – im Älterwerden - für mich auch immer mehr den Charakter eines „Dennoch“ und „Trotzdem“. Und mein Predigtdienst kann allenfalls ein fragend-suchender, bestenfalls seelsorglicher, sein – bei dem ich mir und uns etwas sagen lasse, was niemals unangefochten, aber bestenfalls eben doch „Brot & Wein“ auf unserem Weg ist.

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Hannelore Elsner ist mit 76 Jahren gestorben. Sie war eine großartige Schauspielerin, mutig in ihrer Rollenvielfalt, in ihrer Bandbreite von Vehemenz und Verletzlichkeit, ihrem Ernst und ihrem lebensfohen Lachen - eine faszinierende Frau wohl, vor und hinter der Leinwand.

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Ein 'nach-österlicher' Gedanke: Den Widerspruch in unserem Leben und in der Welt spüren -  ihn aushalten, nicht verdrängen, leugnen oder schönreden - den Widerspruch zwischen unserem  Wollen und unserem Unvermögen ... und dann, immer wieder neu, vom Kreuz zur Auferweckung, Auferstehung, zum Aufstehen zu erwachen!

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"Sie müssen sich das so vorstellen: Sie sitzen in New York und können durch ein Teleskop eine Zeitung in Paris lesen - und zwar mit allen I-Tüpfelchen." (Harald Lesch über das Erfassungsvermögen & die Reichweite heutiger Weltraum-Teleskope)

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"Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer vermag sie der Zufall zu treffen." (Friedrich Dürrenmatt)

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Der amerikanische Präsident ließ zu Beginn der Müller-Ermittlungen im Kreis enger Vertrauter verlauten: "Jetzt bin ich im A**** - Das ist das Ende meiner Präsidentschaft!" ... So redet Jemand, der nichts zu verbergen und ein reines, ruhiges  Gewissen bezüglich seines Tuns & seiner Machenschaften hat ....

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Freitagnachmittag. Ich sitze im Auto und fahre auf ein Konfirmanden-Wochenende, vor mir zwei Tage & Nächte mit 35 Kindern & Jugendlichen. Im Radio läuft auf WDR 5 ein Bericht über das Naturkunde-Museum in Berlin, seine paläontologischen Schätze und die Forschungen an den Funden, die bis zu 200 Millionen Jahre zurückreichen. Ein Wissenschaftler z.B. erforscht am Gebiss eines Dinosariers (Fund: 150 Millionen Jahre alt) krankhafte 'Abnormitäten', die wohl für seinen 'frühen Tod' verantwortlich waren ... Ich denke an die nächsten 48 Stunden, die wir mit den Kids vor uns haben, und frage mich lächelnd, während ich dem Forscher zuhöre: Wer von uns beiden ist nun näher dran 'am Leben' ??? ;-))

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Martin Buber soll gegenüber Christen einmal augenzwinkernd vorgeschlagen haben:„Wir warten alle auf den Messias. Sie glauben, er ist bereits gekommen, ist wieder gegangen und wird einst wiederkommen. Ich glaube, dass er bisher noch nicht gekommen ist, aber dass er irgendwann kommen wird. Deshalb mache ich Ihnen einen Vorschlag: Lassen Sie uns gemeinsam warten. Wenn er dann kommen wird, fragen wir ihn einfach: Warst du schon einmal hier? Und dann hoffe ich, ganz nahe bei ihm zu stehen, um ihm ins Ohr zu flüstern: ,Antworte nicht'.“

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LOB DER ZWEISPRACHIGKEIT (Fulbert Steffensky)
Eines will ich ncht mehr entbehren: zweisprachig zu sein.
Ich finde es schön, nicht mehr definiert zu sein durch die Sprache und durch die Tradition einer
Konfession.
Ich habe noch einen zweiten Blickwinkel.
Zwar heißt das, dass ich weniger Heimat habe, als wenn ich nur in einer Sprache oder Tradition
geblieben wäre.
Aber ich bin auch weniger gefangen in dem Haus, in dem ich gerade lebe.
Und diese Freiheit lasse ich mir etwas kosten.

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Das morgendliche Vogelgezwitscher im Garten weckt mich, es ist Frühlingsanfang heute  ... Noch liegenbleibend, horche ich und lass mich in den neuen Tag locken. Zugleich merke ich, dass das, was mein Ohr erreicht, mich auch irgendwie wehmütig und melancholisch macht. Dieses Empfinden hatte ich schon immer, soweit ich es erinnere, und kann nicht erklären, woher es kommt ...

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Der brasilianische Präsident trifft Donald Trump ... Ich lese den Artikel, schaue mir das kurze Video ihrer Begegnung an - und lese danach die Kommentare ... Darunter der Folgende: "Erstaunlich, wie oft sich ethikbefreite Soziopathen ausgerechnet auf Gott berufen, wo doch der in der Bibel skizzierte Jesus, aka ihr Religionsstifter, das Eichmodell für linke Ideen, Humanismus und political correctness war ... man (sollte)  ihnen die Bergpredigt auf die Innenseiten der Augenlieder tätowieren. So würden ihnen im Schlaf ein paar interessante Ideen nähergebracht.“ ...

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"Am Ende sind wir uns alle viel ähnlicher, als wir dachten. Wo ich dachte, auf Fremde zu treffen, habe ich mich selber gefunden." (Schluss-Sätze aus dem Film 'Bella Germania')

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Ich lese in einer Literatur-Zeitschrift: "Wer frei sein will, muss missfallen können!" ...

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"Bildung" und "Armut" sind zwei Begriffe, die mich mehr und mehr beschäftigen: "Bildung" (in unserem Kultur- und Gesellschaftskontext!) nicht als Sprungbrett für verwertbares Fortkommen im kapitalistischen Bezugsrahmen, sondern im umfassenden, humanistischen Sinne als kritische, kulturelle, geistige, politische, äshetische, auch religiöse Wahrnehmungs-Bildung. Und "Armut" eben nicht nur als materielle Armut, sondern (auch und zusammenhängend!)  als Ver-armung im Zugang zu Kultur, sozialen Kontexten, Kunst, Reflexionsvermögen und wacher Zeitgenossenschaft.

(in Fortsetzung)


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