Willkommen

auf meiner HP

UNTERWEGS NOTIERT ...

"The pastor was at the door greeting people as they left the church service. One woman said, as she left: 'You really made me think today, pastor. Don't ever do that again!'" --- "Der Pfarrer steht an der Tür und verabschiedet die Leute nach dem Gottesdienst. Eine Frau sagt beim Rausgehen:' Sie haben mich heute sehr ins Nachdenken gebracht. Machen Sie das nie wieder!'"  --- Paul R. Smith "Integral Christianity"

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"The traditional church thinks highly of mystics as long as they are dead. The longer they have been dead the better.";-))) ---  ("In der traditionell-ausgerichteten Kirche hat man eine hohe Meinung von den Mystikern, vorausgesetzt sie leben nicht mehr. Je länger sie schon tot sind und der Vergangenheit zuzuordnen sind, umso besser.") ---  Paul R. Smith "Integral Christianity"

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"Sie glauben nicht, wieviele Omas vor den Sommerferien sterben!" - So eine Überschrift im SPIEGEL. Erst dachte ich, etwas verwirrt: Ist der Kummer über das Alleingelassenwerden durch die Familie so gross? Sind es tragisch-gescheiterte Versuche, die Angehörigen doch noch in letzter Minute von Urlaub & Reise abzuhalten?? -- Aber nein: Es geht um die zunehmende Zahl von Entschuldigungen, mit denen Schülerinnen und Schüler schon Tage vor den Sommerferien abgemeldet werden - weil die Billigflieger-Angebote bedient sein wollen ... ;-)

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"Wir hätten früher damit aufhören sollen, "später" zu sagen!" (anonym)

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Warum bekomme ich pünktlich zu meinem 60. eine persönlich adressierte Werbung für einen Treppenlifter ?!? ;-)))

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Es gibt Einkaufszentren, Kunstzentren, Vergnügungszentren - aktuell auch das Wort "Transit-Zentren". So die offizielle Sprachregelung im angestrengten Bemühen, Europas Grenzen dicht zu machen und sich den armen Teil der Welt vom Hals zu halten. Klingt ja auch irgendwie schöner als "Internierungslager". So wie "Entsorgungspark" auch viel angenehmer daherkommt als "Mülldeponie für atomare Brennstoffe" ... Und wir gewöhnen uns dran, werden täglich gefüttert mit verbalem Blendwerk und sprachlicher Verharmlosung ... Das Wort "Transit-Zentren" wurde übrigens auch mit gefunden von denen, die sagten: Jetzt muss endlich Schluss sein mit dem "Asyltourismus" ....

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Der 60. Geburtstag rückt näher. Was empfinde ich? ...  Ich spüre dem viel nach in diesen Tagen.

Zunehmend rückt - wenn auch noch *mittendrin* im Gefordertsein und  erst am Horizont - das Berufsende  ins Blickfeld.

Dankbarkeit wächst und hat Raum -  für soviele Jahre, Jahrzehnte, von Wohlergehen, Bewahrung, mir geschenkter Liebe  und mir geschenkten Entfaltungsmöglichkeiten!

Flatterig ist das Gefühl  des Dazwischen-Seins - zwischen dem Lebensende der eigenen Eltern und der Zukunft und dem Ergehen unserer Kinder (und bald Enkel) - im Fluge der Zeit und im Angesicht der Weltentwicklung.

Und demütig, minimalstisch, in der Tiefe hoffend & glaubend, leuchtet mir ein, was Kurt Marti - der Schweizer Schrifsteller, Pfarrer und reformierte Theologe - meint, wenn er schreibt:

"O nein, o  nein / ich hab mein Leben nicht im Griff, überhaupt nicht / eher umgekehrt: Es hat mich / Es: Da Leben jetzt, das Sterben einst / und darin, hoff ich: DU"

"Manchen bin ich einiges, einigen vieles schuldig geblieben / und die Zeit läuft davon / Wessen Liebe kann das noch gut machen? / Die meine nicht. Nein, die meine nicht."

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"Und bei Posaunenstößen, die eitel Wind -  lasst uns lachen über Größen, die keine sind!" :-))  --- Heinrich Leutholds (1827 - 1879)

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"'Fluchtursachen bekämpfen!' hör' ich immer ... wie rührend ... Das werden wir natürlich NICHT tun, weil wir sonst unsere Lebensweise ändern müssten: Unsere Lebensweise ist deren Fluchtursache! Von Klamotten bis Landwirtschaft, vom Ehering bis zur Stereoanlage und zum Waffenhandel ... Das funktioniert nicht! Wir bekämpfen Geflüchtete, aber keine Fluchtursachen. Wir sind nicht interessiert an den Ursachen, nicht ehrlich, sonst müssten wir was tun ... Uns fliegen jetzt gerade 600 Jahe Kolonialismus um die Ohren ... Und hier sitzen dann Leute in Talkshows und Zeitungsredaktionen, und erzählen uns, sie sind stolz auf 70 Jahre Frieden und Freiheit in Europa! Wir haben Kriege und Sklaverei 'outgesourced', ganz perfekt! Unser Wohlstand steht auf Leichenbergen ..." (Hagen Rether)

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Am Vormittag wieder eine "Ordnungsamt-Beerdigung": Die Urne vor der Kapelle zum Wegtragen, keine Angehörigen, der Friedhofsangestellte und ich sind allein bei diesem Abschiednehmen ... Wieder lese ich einen Psalm, sage ein paar Worte, spreche ein Gebet und eine Segensbitte. --- Auf dem Weg zum Grab spreche ich den Urnenträger daraufhin an, dass er mal bei der Marine war, er hat es mir vor langer Zeit mal erzählt und ich habe mir sein Gesicht gemerkt. Er ist erstaunt und freut sich sichtlich - zuletzt haben wir uns wohl vor zwei Jahren gesehen ... Auf dem Rückweg vom Grab sagt er: "Also, ich möchte auch verbrannt werden. Die Vorstellung, dass ich da unten liege und die Maden und Würmer an mir fressen ... Wie sehen Sie das?" --- Kurz darauf verabschieden wir uns freundlich und gehen unsere Wege in den Rest des Tages, die Sonne scheint, Briefträger und Müllabfuhr gehen draußen auf der Straße ihrer Arbeit nach  - und wir leben.

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(wird fortgesetzt)