Willkommen

Unterwegs notiert:

Unser Atmen - das wir selten oder nie reflektieren, aber unser Lebenselexier und biblisch die Gottesgabe (von Atemzug zu Atemzug) ist  - kann sich verausgaben  ... und Atem-Pausen kommen uns abhanden ... In der Morgen-Meditation lese ich: "Gott, Du schenkst mir meinen Atem ... Gott. Du schenkst mir Pausen ... Lass mich BEIDES miteinander VERBINDEN."

....

Wir alle haben unsere Narrative: Die eigenen 'kleinen' Erzählungen unseres Lebens. Und die 'großen' Erzählungen, denen wir uns - mehr oder weniger reflektiert - zuordnen. Alle Narrative haben und behalten ihre Ausrufe- und ihre Fragezeichen. Der Glaube, mein Glaube, ist letztlich auch die Entscheidung für ein Narrativ - die biblische Erzählung, an die ich mich halte und in der ich mich verorte und verortet wissen will. Unsere Narrative bleiben unsere Entscheidung. Dabei ist das biblische Narrativ nicht weniger einleuchtend und nicht weniger fragwürdig als andere Narrative auch. Letztlich läuft es auf das hinaus, was Kierkegaard den "Sprung des Glaubens" nennt.

...

Unsere Katze verweigert über Tage ein bestimmtes Futter - kaum ist es ihr am Morgen hingestellt, schnuppert sie kurz und wendet sich dann beleidigt ab. Alle Tricks, ihr das Futter schmackhaft zu machen, helfen nicht. Sie bleibt konsequent, bis sie etwas anderes 'serviert' bekommt. --- "Und Du?", fragt sie mich," bist Du immer einverstanden mit dem, was man Dir Tag für Tag  'serviert' und  'vor die Nase' setzt?" - "Nein", sage ich, und gebe ihr anderes Futter.

...

In einem Leserbrief (Spiegel Online) geht es darum, dass ein hoher Prozentsatz der Amerikaner, die Trump-Unterstützer waren und immer noch sind, der 'evangelikalen'  Glaubensrichtung angehören ... ich schmunzle über  die Kombi-Wortschöpfung "Evangelikaner" ;-) ... In der Sache allerdings ist die Kombination tragisch.

...

Nach längerer Zeit mal wieder auf dem Zahnarztstuhl - nach 14 Tagen einer plötzliche schmerzhafen Entzündung, Ibu, Antibiotikum und einer zunächst unklaren Diagnose, was nun weiter passieren muss -  dann, beim nächsten Besuch, eine 3D-Röntgenaufnahme, eine differenzierte Begutachtung, eine Entscheidung - eine halbe Stunde später stehe ich wieder auf der Straße - mit einem Backenzahn weniger. Die Redewendung vom  nagenden "Zahn der Zeit" meint, so lese ich gerade,  sinngemäß "die verändernde, zerstörende Wirkung der Zeit, wenn Alterung und Verfall an Mensch oder Material (ungehindert) voranschreiten" ... Huch, SO dramatisch ist es nun auch wieder nicht. ;-)))

....

 

"Seit Donnerstag nun der WASSER-Einbruch bei uns im Land - die plötzliche Hoch-Wasser und Flut-Katastrophe - in NRW, auch hier in Wuppernähe. VOLLE KELLER - Ausnahmezustand - Knie- und Hüft-hoher Wasserstand, auch in unseren Häusern, gemeindlich und privat ... Strom- und Kommunikations-Ausfall ... Abpumpen, Ausräumen, Wegschmeißen, Schleppen, Organisieren ... Aber die Bilder von anderen Orten und Gegenden relativieren sofort das eigene Erleben hier ---- Existenzvernichtung, Zerstörung, Verzweiflung, ganze Dörfer und Regionen geflutet, steigende Todesopfer - Häuser, Brücken, Straßen, Autos weggerissen, weggespült --- Wie sich das (politisch, BRD-historisch, folgemäßig, auch biografisch)  zuordnen wird, bleibt offen ..."  (Tagebuch-Eintrag)

...

 

Ein geläufiges Sprichwort  (manchmal augenzwinkernd, in kleinen Alltags-Situationen und pädagogisch im Blick auf unsere Kinder gesagt)  lautet:  "Wer

nicht hören will, muss fühlen!" --- Erschreckend, wenn der Satz auf uns zurückfällt!

 

....

 

Auch in diesem Jahr wieder an die See - Strandspaziergänge, barfuß durch den Sand, wasserumspült  in den anrollenden Wellen stehend, mit Blick aufs Meer und den weiten Horizont, der Himmel über Allem, tiefblau oder mit dahinziehenden Wolken, Sonne und Wind auf der Haut ... Meine Gebete brauchen keine Worte, sind unmittelbares Erleben, gehen ganz durch die Sinne ...

...

Im Urlaubsgepäck diesmal auch Bücher von Jörg Zink.  Mit zunehmendem Alter bekamen seine Publikationen eine immer stärkere "mystische Färbung", waren geprägt von einer behutsam-einfühlsamen, aber zunehmend klaren und konsequenten Ausrichtung hin auf eine evangelische Mystik, die protestantische Identität und die Frage des Gott-Erlebens, der Gott-Präsenz, der Gott-Erfahrung zusammenhält. Die Beschäftigung mit seiner Person, seiner Biografie, seinem Wirken & Schreiben rückt nochenmal in meinen Fokus.

.....

"Some are attached to concepts and others are attached to the concept of non-concept. Both have missed the truth" / "Einige Menschen binden sich (weltanschaulich) an Konzepte, andere hängen an dem Konzept, dass alle Konzepte leugnet und in Frage stellt ;-)) ... Beide verfehlen die Wahrheit." (Mooji, ein Advaita-Lehrer)

....

Zwei, die sich 'mochten', haben dies auch offen gezeigt ... Angeblich hat folgender Dialog zwischen Winston Churchill, dem damaligen Premierminister, und der Politikerin Nancy Astor stattgefunden: Nancy Astor: "Wenn Sie mein Gatte wären,  ich würde Ihnen wohl Gift in den Kaffee schütten!" ... Die Antwort Churchills: "Nancy, wenn ich Ihr Gatte wäre, ich würde den Kaffee glatt trinken! Darauf können Sie Gift nehmen!" ;-))

....

Kann es in unserer Welt so etwas wie eine "stabile Theologie" geben?  Gottesrede ohne Bruchstellen, Ambivalenzen & Fragilität?  Eine sich darstellende und vermittelnde Glaubensgewissheit ohne Erschütterung, Zweifel  und Anfechtung? ...  Ich werde immer skeptischer gegenüber allen 'ungebrochenen' Vollmundigkeiten in Sachen Glaube , weil ich weder in der Bibel noch im Leben und dem Weltgetriebe eine Entsprechung dafür finde. Zwischen der Sehnsucht und Empfänglichkeit für 'triumphalistische' Glaubensdarstellungen  und dem Verlust jeder Gottesgewissheit , liegt wohl das "Dennoch & Trotzdem"  einer biblischen Theologie - auch nachösterlich ...

....

19.00 ... das abendliche Glockenläuten setzt ein,  das dritte  - nach dem morgendlichen um 7.00 und mittägliche um 12.00.  Unsere Enkeltöchter sind jedesmal fasziniert, wenn das Läuten einsetzt, und schauen gebannt aus dem Fenster auf die Türme unserer Unterbarmer Hauptkirche, wo die Glocken *versteckt* sind. Sonntags läuten sie 15 Minuten lang vor dem Gottesdienst und nocheinmal kurz zum Vater-Unser, zu anderen Anlässen auch  .... Wer aus der Nachbarschaft und im Stadtteil hört sie noch bewusst? Wen stören sie? Wem sind sie lieb und vertraut? --- Früher haben Glocken die Menschen erinnert an die religiöse Dimension unseres Erdendaseins, von Tag zu Tag, von der Wiege bis zur Bahre. Sie waren hier und da Trost für die, die sie im Kranken- oder Sterbebett haben läuten hören. Sie waren vielleicht hier und da Unterbrechung, Besinnung und Mahnung mitten im Tages-Getriebe ...  Heute ist es für Manche ein Störgeräusch oder gar ein Ärgernis, das sie gerne abschaffen würden ....

.....

"Abschiedlich leben" - das klingt nicht gut, scheint kein gutes Motto, klingt nicht nach Lebensfreude, Glück und erfüllter Gegenwart. Nein, festhalten wollen wir, was uns erfüllt und gefällt. Aber es liegt Wahrheit drin, dass alles Leben immer auch - täglich, im Fortgang der Zeit, der Natur des Lebens entsprechend - ein abschiedliches ist ---  Das im Blick zu haben, gegenwärtig zu halten, muss uns nicht die Freude und Erfüllung der Gegenwart rauben. Aber es mag uns helfen, stabil und in Balance zu bleiben. Und " in gutem Kontakt"  mit der Realität unseres Daseins. Die vielbeschworene "Kunst des Loslassens" - zur rechten Zeit - will geübt sein, beizeiten.

.....

 

"Das HALB verstandene und HALBerfahrene ist nicht die Vorstufe der Bildung, sondern ihr Todfeind«.  (Adorno)

....

"Ihr seid ja am schönsten, wenn ihr ihr selbst bleibt, mit all euren Qualitäten und Raffinessen, die ein Mensch hat."  (Pina Bausch im Gespräch mit Jugendlichen)

....

Der frühe Blick aus dem Fenster verheißt wettermäßig nichts Gutes ... Und in der Tat: Der Himmel zieht sich zu, es regnet, ganz dem Wetterbericht entsprechend ... In einer Stunde soll der Open-Air-Gottesdienst beginnen, anschließend - ebenfalls draußen - die Gemeindeversammlung. Corona-bedingt ist eine Versammlung im Kirchraum nicht möglich, nicht gewollt, nicht geplant ... 10 Minuten vor Beginn hört es dann auf zu regnen, es klärt sich auf, der Platz füllt sich mit Menschen ... und dann bleibt es nicht nur trocken, auch die Sonne kommt raus und scheint aufmunternd & beharrlich zwischendurch  - genau 1 1/2 Stunden, bis wir fertig sind. Dann schüttet es, als hätte sich wartend was angestaut --- Eine schöne Koinzidenz, ein "Geschenk des Himmels" !!! - Aber gezieltes Beten für "schönes Wetter"? Wie für einen freiwerdenden Parkplatz, gute Noten oder einen Lotterie-Gewinn ? Wenn das Satellitenbild auf der Wetter-App Regenschauer ankündigt, bete ich nicht für Sonnenschein, sondern greife zum Regenschirm und entsprechender Kleidung. Braucht's nicht  seit einigen Jahren viel mehr nassen "Segen von oben" für unser Grundwasser?. Und -im Ernst:  Die globalen Klima-Katastrophen, all die tödlichen, existenzvernichtenden Dürren oder Überschwemmungen in anderen Teilen der Welt versetzen uns mit unseren Schön-Wetter-Gebeten eher  ins beschämende Abseits ...  Es kütt also wie et kütt. Trotzdem hat's gepasst! Danke.

......

"Jedes Ding hat drei Seiten - eine, die du siehst, eine, die ich sehe, und eine, die wir beide nicht sehen." (Antje Yael Deusel, Rabbinerin)
 
.......
 
Tel: xxx xxx .... "tüttüüüüttüt" ... Die Telefon-Nummer meines alten Vaters ist immer noch dieselbe, die ich schon in den 70er gewählt habe, wenn ich meine Eltern zu Hause erreichen wollte - andere Nummern hatte man verlässlich im Kopf - Festnetz mit überschaubaren, im Kopf 'eintätowierten'  Zahlen, mit langen "Haltbarkeitsdaten" ;-)))  ---- Heute häufen sich, nach vergeblichen Kommunikationsversuchen,  immer wieder Sätze wie: "Ach, das ist doch meine alte Handy-Nummer, die habe ich schon lange (... ein paar Wochen ???)  nicht mehr!" Oder gar vorwurfsvoll: "Ich hatte Dir doch auch extra meine neue Nummer gemailt. Hast Du die denn nicht längst gespeichert?!" ... Damals haben wir Angerufenen uns übrigens  immer auch noch mit Namen gemeldet :-)
 
......

Ich lese nocheinmal die John-Cage-Biografie "Tosende Stille" von David Revill ... Zwischen Inhaltsverzeichnis und Vorwort finden sich anderthalb Seiten "Danksagungen" des Autors: 67 Namen ... ich hab sie mal launig gezählt .... d.h. 67 Menschen, die mehr oder weniger an der Entstehung des Buches, den Vorbereitungen und Inhalten, beteiligt waren. ---- Wer von uns Lesern  gibt sich  die Mühe, solche Danksagungen zu lesen? Name für Name, langsam und bewusst? --- Ich stelle mir vor, es wäre  ein Ritual der Würdigung, dass jeder Leser seine Lektüre erst mit dem bewussten Lesen//Nachsprechen all der Namen beginnen darf  - eine Höflichkeitsbezeugung im Einklang mit dem Autor,  ein gegebenes 'Namasté' ins Unbekannte, eine Achtsamkeits-Übung, &  Anerkennung für das, was wir dann als Leser (aus vielen Zu-flüssen) geschenkt bekommen.

......

 

Montagfrüh ... zum Morgenkaffee gehe ich ins Netz und schaue u.a., womit ZEIT-Online und SPIEGEL-Online aktuell  in die Woche starten. ich werfe  auch einen Blick auf die Kommentare, die sich den Artikeln & Meldungen anschließen ....Der gestrige TATORT, "Anne Will", Pressemeldungen vom Wochenende ----  Es ist eine Spielwiese der Befindlichkeiten , hier & da 'zack-zack' rausgehauen, eingetippt & losgeschickt, zum Teil noch bis in die vergangene Nacht,  - aus allen Ecken wird in den Kommentar-Foren anonym & verbal "geflippert", manches Geschreibsel hat wohl 'eine Fahne' noch am Morgen ;-))  ...  Erschreckend: Die Aggressivitäten, die sich da oft schon nach wenigen Postings auftun, zwischen Menschen die sich garnicht kennen, und auch die flach-geistigen Horizonte hier & da, die ich im Kontext ZEIT & SPIEGEL nicht erwartet hätte ... Martin Buber prägte das Wort "Ver-gegnung", hier passt es, vor aller Augen. Noch bevor ich den Kaffee ausgetrunken habe, bin ich wieder raus ... Das Leben wartet.

......

Waldspaziergang mit einem Freund, einem "Anam Cara" (keltisch) ... Unser Austausch dreht sich facettenreich um die Frage, was es bedeutet, mit Konsequenz und im Getriebe des Lebens "bei sich selbst zu bleiben"  ... Noch am gleichen Tag stoße ich auf ein Zitat von Charlie Chaplin:"Als ich mich selbst zu lieben begann, befreite ich mich von allem, was nicht gesund ist für mich - Nahrung, Menschen, Dinge, Situationen - und von allem, was mich herunterzieht und mich von mir wegzieht. Erst nannte ich diese Haltung einen 'gesunden Egoismus', heute weiss ich, das ist 'Selbstliebe'."

.....

"Es geht nicht an, das als utopistisch zu bezeichnen, woran wir unsere Kraft noch nicht erprobt haben." (Martin Buber)

....

Michael Collins ist tot, die Nummer 3 von Apollo 11 - der ersten Mondlandung im Juli 1969. Er war  nicht dazu bestimmt, wie Armstrog und Baldwin, den Mond zu betreten, sondern blieb in der umkreisenden Kapsel zurück.  Bei jeder Umkreisung war er ohne  Funkkontakte für je 47 Minuten 'hinter dem Mond' .... Der SPIEGEL nennt ihn heute "den einsamsten Menschen im Universum". ---- Zeitlebens war er damit aber wohl im Reinen, und blieb in seinem weiteren Werdegang auf gesunde Weise "geerdet" ....

....

Wie fühlt es sich an,  mit mittlerweile  90 Jahren "in seinem Körper" zu sein, der zuvor mal zuverlässig, gesund und belastbar war?  Jeden Tag als eine Herausforderung anzugehen?  In den kleinsten und alltäglichsten Dingen zu erleben, was nicht mehr geht, weh tut, schmerzt? ----  Heute wieder bei meinem alten Vater in Essen. Ich bewundere seine Tapferkeit, sein Sich-nicht-Aufgeben und sein Arrangement mit den Gegebenheiten ... Dafür hat er diese Eintragung hier verdient :-)

......

"Wie zahlreich sind doch die Dinge, derer ich nicht bedarf" Sokrates

.......

Die ersten 100 Tage im Amt ... Der neue POTUS Joe "Sleepy" Biden - so von Trump tituliert - agiert alles andere als 'schläfrig', alt und müde. Sofern man es beurteilen kann, steuert er wohltuend gegen Vieles, was sein Vorgänger desaströs getan oder versäumt hat. Wie immer es weitergeht mit den USA und in der Welt: In diesen Wochen tut es  erst einmal gut, dass "Nr.45" aus den Nachrichten verschwunden ist, er seine öffentliche-mediale Bühne nicht mehr findet  und die zuvor fast täglich gesendeten Auftritte ein Ende haben ... *Thumbs up*, Trump deleted ;-)

....

"Willst Du G'TT zum Lachen bringen, dann erzähle ihm von deinen Plänen!" sagt Akiva gutgelaunt seinen Freunden ... und nach einem kurzen Telefonat: "Ja, erzähle ihm von deinen Plänen - und er weint mit Dir!" (Szene aus der isralischen Serie "Shtisel")

....

Es ist schon schwierig, wenn man bislang in Sachen "Corona-Strategie-Bekämpfung" ein Grund-Vertrauen in die Entscheidungsträger hatte und dies auch in Diskussionen kundgetan hat ... aber nun doch mittlerweile kopfschüttelnd, fassungslos und abgenervt durch die Wochen und Monate geht und täglich das politische Kasperle-Theater im Wahljahr beobachten und ertragen muss ...

......

Der tägliche Abreißkalender auf dem  *Stillen Örtchen* - morgendlich aufgesucht - heißt in diesem Jahr "Was Dein Leben schöner macht" ... unspektakulär, aber immer wieder mit netten Impulsen: "Wenn Du auf den Wecker schaust und noch eine Stunde schlafen kannst" ... "Wenn sich Jemand um dich sorgt" ... Wenn Du ein Baby zum Lachen bringst" ... "Der Moment, wenn im Kino das Licht ausgeht" ... "Alte Schulhefte wiederfinden" ... "Wenn dein Haar nach dem Shampoo duftet" ... "Ein harmloser Flirt" ... "Beeing told you've made someone's Day" ... "Beim Telefonieren spüren, dass der Andere lächelt" ... - Und immer wieder denke ich dem lächelnd nach - und komme auf eigene Ideen :-))

....

Bedenke --- Vor jedem Urteil, dass du über Andere  fällst, stehen drei für dich verschlossene Türen -  von denen du nicht weißt, welche Lebensräume des Anderen sich dahinter befinden ... im Gestern, im Heute & im Morgen!

...

Wolfgang Niedecken - (BAP - *Verdammt lang her*) wird 70 ... Ich schaue am Freitagabend in eine Talkshow-Runde, sehe ihn und andere mir vertraute Gäste auf dem Bildschirm   - und denke: Wie tröstlich, dass die ALLE nun auch sichtbar ÄLTER werden!  ;-))

...

Vor ein paar Tagen waren unsere kleinen Enkeltöchter zur Übernachtung bei uns. Es war für mich ein ungünstiger Tag, voller Arbeit, stressig und übervoll ... Aber zum Abendbrot sitze ich mit am Tisch. Anna (2 Jahre) sitzt neben mir ... Alle zwei  Minuten nimmt sie mich hinein in ihr Interesse, ihr Tageserleben, ihre Neugier ... "Du, Opa .. !?" ." beginnt jeder Satz, ununterbrochen, mit einer Frage oder Mitteilung Ich tauche ein in ein tiefes Bad der Entspannung zum Tagesende ... Danke, Anna :-)))

...

Joseph  Beuys - was war, ist und bleibt er? - Die neue Ausgabe des Kunstmagazins ART widmet ihm - anlässlich seines 100.Geburtstags - ein ganzes Heft. Ich kaufe es am Bahnhofskiosk und bin gespannt auf die Lektüre. ---- Vieleicht sind es die "Spinner" & kreativen Provokateure dieser Welt ... Nietzsche, Dali, Cage, Zappa, Bhagwan ... die unsere Welt bis heute & aktuell braucht ???  

....

"Wir haben Hunger, aber wir verhungern nicht!" - Zitat aus der Shtisel-Serie.

.....

wird fortgesetzt

 


Datenschutzerklärung