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Unterwegs notiert:

 

 

Eine Beerdigung.  Als wir aus der Trauerhalle den (heute recht weiten) Weg zum Grab gehen und ich dort die Aussegnung mache, regnet und

schüttet es die ganze Zeit.  Der nasse " Segen von oben" ergießt sich reichlich über die Trauergemeinde  und alle halten sich schützend an

ihren Schirmen fest .... Die Verstorbene und mit ihr viele der Trauergäste waren und sind verbunden in einem Freibad - im Verein der

"WASSERFREUNDE e.V.."

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Ein herausfordernder Satz für die eigene Wahrnehmung: "Es gibt soviel Frieden in der Welt, nur erkennen wir ihn im Alltag oft nicht!"

(Susanne Billig im Editorial der aktuellen BUDDHISMUS AKTUELL")

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"Usually people see spiritual calling as 'What can I get?' ... But spiritual calling has an essential element of 'What can I give? What can I do? How can I offer?' ... As I recall, my spiritual calling had to do with the realisation that I could offer something!"  Daido Lori Roshi

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In einem Artikel über Lyrik: "In der Verdichtung liegt ein großes Potential. Dass so vieles nicht gesagt wird, ist wie ein Sprungbrett in viele

verschiedene Richtungen. Es gibt einen Aphorismus von Jean Paul: 'Sprachkürze gibt Denkweite.'"  DIE ZEIT, Frieder von Ammon

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Karfreitagsgedanke, mit Blick auf das Kreuz: : Wie bitter  ist es doch, dass gerade christliche Theologie und christlicher Glaube zur Ideologie der

Herrschenden werden konnte und es sogar bis heute an vielen Stellen noch ist!  (nach Catherine Keller. Über das Geheimnis. Gott erkennen im

Werden der Welt)

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Vor der Kasse im Getränkemarkt stehend, reiht sich ene ältere Dame hinter mir ein und bittet mich darum, ihr schon einmal die

Wasserflasche, die sie unter dem Arm hält, zu öffnen ... "Es fällt mir so schwer mit meiner Arthrose!"...  Im  Laden hätte ich gezögert, hier aber tue

ich es freundlich und gerne. Sie bedankt sich ... und kommt hinterher auf dem Parkplatz nocheinmal auf mich zu. "Ich verfolge sie", sagt sie

lächelnd und hält mir einen Kugelschreiber hin. "Den möchte ich ihnen schenken, weil sie vorhin so unkompliziert und freundlich waren!" ... Er

schreibt gut und erinnert mich nun jedesmal daran, dass kleine Freundlichkeiten oft das willkommene "Getriebe-Öl" mitten im Alltag sind ...

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Aus dem "Buch der Sprüche":  "Beeil Dich mal ein bisschen! Wenn's noch langsamer wird, läuft dein Leben gleich rückwärts!!!" oder "Mensch,

gib Gas! Oder wartest Du noch drauf, dass 'ne Kutsche kommt und Dich abholt???" ....

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Bilde ich mir das nur ein? - Zwei Sätze sind in letzter Zeit sehr "in Mode" gekommen und ich höre sie regelmäßig ... "Da nich für!" ... und: "Alles gut

!!!" ... Beide Male liegt etwas Freundliches, Wohlwollendes, Beruhigendes in diesen Sätzen, das ist schön. Dass sie zur Zeit so oft gesagt werden,

liegt wohl auch an dem Bedürfnis vieler, im Alltäglichen irgendwie *geschmeidig* zu bleiben, und in der allgemein rauhen  Gemengelage, die uns

allen zusetzt, dem allzu "Kantigen" etwas entgegenzusetzen.

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"Ich bin von Beruf 'Fremder'. Sehr viele Leute fahren in die Ferne und sind beleidigt, wenn es dort nicht so ist wie bei ihnen zu Hause. Das Essen,

das Klima. Mich interessiert aber, was uns voneinander unterscheidet, und nicht, was wir gemeinsam haben. Ich möcht nicht im anderen mir

selbst begegnen." (André Heller in einem ZEIT-Interview)

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Trump ist nun dejenige, der sich im Vorwahl-Rennen in den USA nocheinmal  als Präsidentschaftskandidat der Republikaner durchgesetzt hat ...

Die "Maschine" läuft, die Unterstützer geben Gas,  die Weichen sind gestellt, der Rachefeldzug dieses gefährlichen und dummen Idioten erscheint

als dunkle  Wolke über 2024 ff ... Das  ist so krank, böse  und kaputt. Mein Fassungsvermögen reicht nicht mehr.

 

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Die 6 1/2 Wochen vor Ostern als "Fastenzeit" ... Wir verzichten im Jahresverlauf wieder bewusst auf Alkohol und gönnen uns erst zu Ostern wieder das ein oder andere *anregende* Getränk zum Abend, zum Essen oder in Geselligkeit. Und wieder tut es nicht nur der Gesundheit und dem Wohlbefinden gut - es ist auch die gute Erfahrung und  Selbstbestätigung, auf etwas verzichten zu können, un-abhängig zu sein.

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Tierschützer, so geht es gerade durch die Nachrichten, möchten gerne "Karrussell-Tiere" verbieten, d.h. keine Pferde, Elefanten, Kamele, Delphine

mehr, auf denen Kinder sitzend ihre Runden drehen. Die pädagogische und vermeintlich tierschützende Begründung: "Mittels der Karusselltiere

entsteht der Eindruck, dass die Nutzung von Tieren als Transportmittel und zur Unterhaltung normal sei!" (SPIEGEL-Online) ---- Ich finde, man

müsste noch weitergehen und alle Plüsch- und Kuscheltiere für Kinder strikt verbieten! -- Wieviele geschundene Teddybären  gibt es, die mit

abgerissenen Augen und Ohren, wütend an die Wand geworfen, zerrupft und in Waschmaschinen geschleudert, am Ende kläglich entsorgt

werden?! Oder wieviele "Steckenpferde" haben Kinder dazu verführt, auf echten Pferden tatsächlich reiten zu wollen? .... Stattdessen, so lese ich

weiter, sollten die Karrusselltiere ersetzt werden durch Autos, Flugzeuge, Raumschiffe ... oder Besen, auf denen die Kleinen dann  ihre Runden

drehen in eine ökologisch befriedete Welt.

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Älterwerden

Es sprach sich so leicht vom Älterwerden

hörte sich fern an, noch gestern

jetzt, leibhaftig, fragt es

was hast du erwartet

verkleinert die Räume

klebt an Kalendern, Uhren und Zahlen

sagt einengend: Jetzt!

Die Alternative

Nicht

auf die Welt

gekommen zu sein

 

(Cor.)


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"Morden im Norden", "Nord Nord Mord", "Nord bei Nordwest" ... ??? ... Mein Krimi-Serien-Blick verliert  im norddeutschen Küsten-

Nebel der Programmanzeigen die Orientierung ;-))

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Silvester, um 0.00 läuten die Glocken unserer Unterbarmer Hauptkirche, wir schauen aus dem Fenster auf den Kirchenvorplatz und in den

Mitternachtshimmel ... Dieses Jahr wird  viel geböllert und minutenlang staunen wir über das bunte, facettenreiche Feuerwerk ... Am

Neujahrsmorgen bringe ich etwas in die Kirche und ärgere mich darüber, dass die Leute wiedermal die Überreste ihrer "Himmels-Erleuchtungen"

nicht weggeräumt haben, auch auf den Kirchentreppen --- Dann aber sage ich mir: Nun ja - heute Nacht hatten wir Freude an den Darbietungen,

haben dafür nix bezahlt und bekamen etwas geboten - nun sagen wir "Danke" mit Kehrblech und Besen ... So beginnt das neue Jahr mit dem

Versuch, etwas entspannter und positiver in die Welt zu gucken ;-)))

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Ein schöner, gutbesuchter  Altjahres-Abendgottesdienst. Am Ende verabschiede ich die Gemeinde auf den Jahreswechsel hin. "Einen guten

Übergang!" sagen die Wuppertaler, mit zuviel Ernst. "Einen guten Rutsch!" zu wünschen, liegt mir näher, legt aber die Assoziation nahe, das

Gleichgewicht zu verlieren ;-)) --- So wünsche ich allen zur Entlassung in die kommenden Stunden einen "STABILEN RUTSCH!" in 2024 hinein.

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Noah ist auch in diesem Jahr wieder der beliebteste männliche Vorname in unserem Land. Diese Meldung kommt in den Nachrichten - nach den

neuesten Wasserstandsmeldungen aus den Hochwassergebieten  ...

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Kommentare, Postings, Instagrams ....  Zunehmend begegnet mir im Netz eine Dummheit, die aufgehört hat, sich zu schämen!

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"Das Christentum ist die Botschaft von der Neuen Schöpfung, vom Neuen Sein, von der Neuen Wirklichkeit, die mit Jesus erschienen ist. Inmitten

unserer alten Welt. Nehmt sie an, dringt in sie ein, lasst Euch von ihr ergreifen!" (Paul Tillich. The New Beeing) --- Mein diesjähriges Predigtwort

zum Heiligabendgottesdienst ...

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Fundstück: " Sie können sich erst entspannen, wenn wirklich alles restlos von ihrem To-Do-Zettel abgearbeitet ist ???  Vielleicht leiden sie unter

Praekrastination!“  ;-))

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Der 94-Jährige US-Ex-Präsident Jimmy Carter saß in einer 'Late Night Show" ... Der Moderator spricht ihn auf seinen Glauben an und fragt ihn, ob

er bete, und  welche Erfahrung er damit mache ... Carter lächelt und sagt: "There is a Saying, that God answers our Prayers in three Ways.

Sometimes He says *Yes*, sometimes *NO!* ... and sometimes His Answer is *Are You kidding ???* ...

 

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"1913", von Florian Illies, ein wunderbares Buch -  ein unterhaltsames, zeitgeschichtliches  Panorama des Jahres , in dem köstliche

Stellen zu  finden sind, z.B. diese über Pablo Picasso, George Braque und die Anfänge des Kubismus: " ... So eilten die Revolutionäre der Kunst

immer weiter,  getrieben von der panischen Angst, vom bürgerlichen Publikum vollständig verstanden zu werden. Es dürfte Picasso beruhigt

haben, wenn er  gewusst hätte, dass Arthur Schnitzler am 8. Februar in sein Tagebuch schreibt: 'Picasso: die frühen Bilder außerordentlich;

heftiger Widerstand gegen seinen jetzigen Kubismus."  ;-))

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"Es gibt keinen Freifahrtschein in eine Welt ohne Ambivalenzen!"  (S. Mayer in einer Buchrezension: Claire Derer. Genie oder Monster.)

 

wird fortgesetzt ...


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