LESEGERADE:

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Nachberuflich finde ich gerade genügend Zeit, Interesse & Energie, um mich nocheinmal zu vertiefen in das Werk des Theologen KARL HEIM (1874 - 1958 ... verstorben in meinem Geburtsjahr).

In den Jahrzehnten seines Wirkens (und auch noch danach) waren Barth, Bultmann, Tillich, Bonhoeffer u.a. die prägenden und dominierenden, protestantischen Theologen, über die gestritten wurde und die jeweils ihre Anhänger und Schulen hatten - dogmatisch, exegetisch, hermeneutisch ging es um verschiedene Ansätze im Bemühen, den christlichen Glauben im 20. Jahrhundert verständlich zu machen und zur Sprache zu bringen ...

Karl Heim dagegen war mit seinem Werk, seiner "frommen" (pietistischen) Verortung & Grundierung und mit seinem Bemühen, die biblische Botschaft "apologetisch" (in der Auseinandersetzung mit Naturwissenschaft, Säkularismus und Zeitgeistigkeiten) verständlich zu machen, kein Begründer einer theologischen Schule, eher einzelgängerisch - aber zu Lebzeiten dennoch mit großer Resonanz, Zuhörerschaft und Anerkennung.

Albert Einstein zählte ihn zu den Wenigen, die seine "Relativitätstheorie" verstanden hätten, seine philosophischen Gedanken zum ontologischen Verhältnis von "Polarität und Überpolarität" (Welt - Gott, Wirklichkeit - Sein) und seine logischen, transparenten und klaren Gedankengänge verdienen bis heute, das man ihn nicht vergisst!

Seine 6-bändiges Werk "Der evangelische Glaube und das Denken der Gegenwart" (entstanden zwischen 1935 - 1952) ist leider als Gesamtwerk vergriffen (auch antiquarisch) .... aber drei Bände hab ich mal in den 70er Jahren (damals ne Neuauflage) gekauft und zwei Bände nachträglich kopiert .... Genügend Stoff für die kommenden Wochen ins Frühjahr hinein.

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Das HAUS GOTTES ist ein recht anschaulicher Gang durch das VATER UNSER, wobei jeder Satz, jede Bitte dieses Gebetes veranschaulicht wird durch die verschiedenen Wohn- und Lebensräume - vom Fundament bis unter's  Dach.

Originell, anschaulich - ein  Zuhause für Herz & Seele .... korrespondierend zu Psalm 27,4: "Ich sehne mich danach, im Hause des Herrn sein zu dürfen, ein Leben lang."

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Aus der Jähner-Trilogie nun der dritte Band "WUNDERLAND" ....

 

Als Jg. 1958 tauche ich mit diesem Buch ein in die Zeit meiner Kindheit und bin fasziniert, die eigenen frühen Jahre, die Erinnerungen und das eigene Erleben (aus Kindergarten- und Grundschulzeit, Familie, Lebensumfeld ...) zu verbinden mit den Lebensrealitäten der Eltern und Großeltern, die als Erwachsene damals "mitten im Leben" standen und unterwegs waren.

Alle drei Bücher sind großartig geschrieben, inhaltlich reich und spannend zu lesen ... Und es ist wohl das eigene Älterwerden, das mir nahelegt, das eigene Leben und die eigene Biografie sehr zu relatvieren, im Blick auf Zeitgeschichte und die eigene menschliche, existentielle Einbettung ins Weltgetriebe.

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