Lesegerade:

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Ende der 70er sehe ich mich an einem Fensterplatz in der Bibliothek des GA-Gebäudes der Ruhr Uni Bochum, Fachbereich "Evangelische Theologie", vor mir ein Stapel Bücher, unter mir der Blick auf den Campus  ... Ich habe mein Studium begonnen, pendle noch zwischen Zuhause in Essen und Bochum hin und her, fremdle noch gehörig als Erst-Semester mit diesem ganzen "Lehr-Betrieb" der Beton-Uni, zwischen Hörsaal und Seminar-Räumen,  ... und bringe meine bisherige (pietistisch geprägte)  Frömmigkeit mit in den "kalten Wind" historisch-kritischer und vielfältig liberaler Theologie.

Das Buch "DIE SACHE MIT GOTT. Die protestantische Theologie des 20. Jahrhunderts" (ein bis heute sehr empfehlenswertes und verständliches Buch) gehört mit zu meinem ersten Eintauchen in all das, was nun studienmäßig bis zum Examen  auf mich wartet ... Und ich oszilliere beim Lesen hin und her  zwischen Staunen, Verunsicherung und vielen Fragezeichen ;-)

Zahrnt und seine vielen Bücher stehen bis heute in meinem Regal, wer mag, kann im Net recherchieren ...

"Die theologische Summe meines Lebens" ist der Untertitel eines seiner letzten Bücher ... Und ich lese darin gerade mit großer, innerer Zustimmung und auch Freude an seinen Gedankengängen und an manchen treffenden, anschaulichen Formulierungen.

Ein weiter Bogen von damals ins Heute :)

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Nachdem ich mein  Schreibprojekt "Richtungen" abgeschlossen und fertig gestellt habe, gehe ich nun auf den Herbst und Winter zu mit der Übersetzungsarbeit eines Buches des wunderbaren Dave Tomlinson.

Vor einiger Zeit hatte ich (noch in der beruflich tätigen Schlusskurve) schon damit begonnen, ein paar Kapitel von "HTBABC" zu übersetzen - nun aber habe ich Zeit und Muße, mir ein ganzes Buch vorzunehmen - es wird "Schwarze Schafe und Verlorene Söhne & Töchter" sein .... 

Leider gibt es seine wunderbaren Bücher nur in englischer Sprache, deshalb reizt es mich, wenigsten ein paar Entdeckungs-Spuren zu legen ;-) 

Als Appetizer aber gibt es hier schon ein Kapitel des "Bad Christian"-Buches ... Vielleicht macht es neugierig ;-)

 

 

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Rausgepickt aus meiner Sammlung:

Ich lese das Buch  und höre es - parallel zur dt. Übersetzung - im amerikanischen Original, als Hörbuch, gelesen von Paul Auster selbst (auf Spotify ungekürzt).

Eine interessante Synchronizität, die für mich gut funktioniert (weil die Lesung akzentiert und nicht zu schnell daherkommt), und ein Lese-Erleben, das mit der Originalstimme des Autors nocheinmal eine 'besondere Schwingung' bekommt.

 

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